Berthe Morisot wurde am14. Januar 1841 als dritte Tochter geboren. Ihre Eltern waren Tiburce Morisot und Marie Cornélie Thomas. Morisots Familie ist der oberen französischen Mittelschicht zuzuordnen. Zusätzlich zum Einkommen aus der Berufstätigkeit von Tiburce Morisot verfügte sie Dank eines Erbes von Marie Cornélie Thomas über ein hohes Vermögen. Die Familie war daher sehr wohlhabend und Berthe Morisot musste nie zum Bestreiten des Lebensunterhalts ihre Gemälde verkaufen.

Bei den Festen, die Marie Cornélie Thomas jede Woche in ihrem Haus gab, zählten viele Künstler zu den Gästen. Zu den für Berthe Morisots einflussreichsten Bekanntschaften in den 1860er Jahren gehörte Adèle Colonna, eine Schweizerin, die sich in den römischen Hochadel eingeheiratet hatte, deren Mann aber bereits sechs Monate nach der Hochzeit verstarb. Die verwitwete und reiche Adèle Colonna zog nach Paris und durchbrach die gesellschaftlichen Regeln ihrer Zeit, da sie professionell als Bildhauerin zu arbeiten begann. Berthe Morisot bezeichnete Ihre Bekanntschaft später als eine der wichtigsten in ihrem Leben.

1864 stellte Berthe Morisot zwei Bilder im Pariser Salon aus. Für Berthe Morisot war die Präsentation von zwei Landschaftsgemälden Ihr erster Schritt hin zu einer professionellen Malerin. Nach der Ausstellung errichtete sie ein großes Atelier auf dem Grundstück ihres Elternhauses. Der Pariser Salon war zu dieser Zeit die bedeutendste französische Kunstausstellung. Es lag im Ermessen einer konservativ zusammengesetzten Jury zu beurteilen, welche Gemälde dort der Öffentlichkeit präsentiert werden sollten. Im Pariser Salon seine Gemälde ausstellen zu können, in der damaligen Presse gute Bewertungen zu erhalten und eventuell sogar eine Auszeichnung zu erhalten, war für einen Maler der damaligen Zeit ein sicherer Weg, auch finanziellen Erfolg zu haben. Nicht akzeptierte Gemälde waren jedoch selten verkäuflich.

Zur Akzeptanz ihrer Gemälde mag beigetragen haben, dass Berthe Morisot ziemlich kleine Formate gemalt hat. Berthe Morisots Gemälde traten unter denen ihrer weiblichen Zeitgenossen durch die hohe Qualität ihrer Ausführung hervor und weder Farbwahl, Maltechnik noch die gemalten Subjekte provozierten eine Ablehnung durch die Jury.

Gemälde von Berthe Morisot:

Berthe Morisot Im Park
Berthe Morisot: Im Park

Berthe Morisot Kornfeld
Berthe Morisot: Kornfeld

Berthe Morisot Eugène Manet auf der Isle of Wight
Berthe Morisot: Eugène Manet auf der Isle of Wight

Berthe Morisot Schmetterlingsjagd
Berthe Morisot: Schmetterlingsjagd

Berthe Morisot Cache-cache
Berthe Morisot: Cache-cache

Berthe Morisot Marine
Berthe Morisot: Marine

Berthe Morisot Eugène Manet on the Isle of Wight
Berthe Morisot: Eugène Manet on the Isle of Wight

Aulistung von Werken von Berthe Morisot:

- Alter Pfad in Auvers
- Auf dem Ball
- Auf der Wiese
- Balkon
- Bäuerin beim Wäscheaufhängen
- Blick auf Paris vom Trocadéro
- Boote – Eingang zum Midina bei der Isle of Wight
- Dame bei der Toilette
- Frau und Kind im Garten in Bougival
- Fuhrwerk im Bois de Boulogne, Allée des Poteaux
- Im Dining Room
- Im Garten bei Maurecourt
- Im Weizenfeld
- In einer Villa am Strand
- Julie Manet und ihr Windhund Laertes
- Julie mit ihrer Amme
- Junge Frau beim Pudern ihres Gesichtes
- Junge Frau im Ballkostüm
- Junges Mädchen mit Käfig
- Kornfeld
- Mädchen in einem Boot, mit Gänsen
- Mutter und Schwester der Künstlerin
- Porträt von Mme Boursier und ihrer Tochter
- Porträt von Mme Hubard
- Porträt von Mme Pontillon
- Psyche
- Strohbedeckte Hütte in der Normandie
- Schmetterlingsjagd
- Zum Trocknen aufgehangene Wäsche